26. Juli 1994Jan Wnenczak ertrinkt nach Streit in der Spree

In der Nacht zum 26. Juli 1994 ertrank Jan Wnenczak in der Nähe der Halbinsel Stralau in Friedrichshain in der Spree. Zuvor war es zum Streit zwischen den beiden Polen Ryszard M. und Jan Wnenczak und einer Gruppe junger Deutscher gekommen.

23. Juli 1994Neonazimord mit Frauen*hass als Motiv

Am 23. Juli 1994 wurde Beate Fischer (damals 32 Jahre alt) aus Weißensee von vier Neonazis getötet und nackt, in eine Decke eingewickelt, vor die Mülltonnen eines Hauses in der Emmentaler Straße 97 in Berlin-Reinickendorf gelegt. Nicht nur in diesem Fall sind Misogynie und Hass gegen Sexarbeiter*innen fester Bestandteil innerhalb der Ungleichwertigkeitsideologie der extremen Rechten.

05. September 1992Günter Schwannecke stirbt an den Folgen einer rechten Gewalttat

Am 5. September 1992 verstarb Günter Schwannecke in einem Berliner Krankenhaus. Eine Woche zuvor war der wohnungslose Kunstmaler in Charlottenburg mit einem Baseballschläger niedergeschlagen worden, weil er Zivilcourage bewiesen hatte: Schwannecke und ein Freund mischten sich ein, als zwei Neonazis Studierende aus Sri Lanka bedrohten.

24. Oktober 1991Fünf Monate »Antirassistisches Zentrum« – Die Besetzung der TU Berlin 1991/92

Das riesige Transparent an der gläsernen Außenfassade der Technischen Universität Berlin fiel schon von weitem auf: »Antirassistisches Zentrum« und »Keine Zwangsverteilung von Flüchtlingen« lauteten die Botschaften. Am 24. Oktober 1991 besetzten rund 50 Aktivist_innen aus der autonomen antirassistischen und antifaschistischen Szene den dritten Stock des Mathegebäudes der Technischen Universität (TU) und gründeten dort ein Antirassistisches Zentrum.

09. Oktober 1990Maskierte überfielen Sinti und Roma in Treptow

Am 9. Oktober 1990 überfallen mehrere maskierte Personen abends ein Wohnwagenlager von Sinti und Roma in Berlin-Treptow. Die Unbekannten hätten mehrere Scheiben mit Steinen zertrümmert und mit Knüppeln auf die Wohnwagen eingeschlagen. Personen seien nicht verletzt worden.

Keine Räume an Neonazis vermieten

03. Oktober 1990Buschkowsky (SPD) denkt voraus

Am 3. Oktober 1990 endete mit der Vereinigung auch das alliierte Besatzungsstatut für Berlin. Dies hatte bis dahin rechtlich und faktisch das Betätigungsverbot des Berliner Landesverbandes der NPD bedeutet. Dieser war im Jahr 1966 gegründet worden und hatte seitdem ein klägliches Leben gefristet.

06. März 1990Mahmud Azhar stirbt an den Folgen eines rassistischen Angriffs

Am Abend des 7. Januar 1990 verließ der wissenschaftliche Mitarbeiter der Freien Universität Berlin Mahmud Azhar seine Arbeitsstelle am Institut für Biochemie in Berlin-Lichterfelde. Vor dem Gebäude begegnete er dem 25-jährigen, alkoholisierten Thomas F., der ihn unmittelbar rassistisch beleidigte und mit dem Tode bedrohte.

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