20. September 2015Luke Holland wird in Neukölln ermordet

In der Nacht auf den 20. September 2015 wurde Luke Holland in der Neuköllner Ringbahnstraße ermordet. Der Neonazi Rolf Z. erschoss den 31-jährigen britischen Juristen kaltblütig und ohne Vorwarnung aus nächster Nähe mit einer Schrotflinte.

27. Juni 2011Brandanschlag auf das Anton-Schmaus-Haus

In der Nacht zum 27. Juni 2011 verübten bis heute unbekannte Täter*innen den ersten von zwei Brandanschlägen innerhalb eines Jahres auf das Kinder- und Jugendzentrum Anton-Schmaus-Haus im Neuköllner Ortsteil Britz. Das Haus gehört der linken Jugendorganisation „Die Falken“.

26. Juli 1994Jan Wnenczak ertrinkt nach Streit in der Spree

In der Nacht zum 26. Juli 1994 ertrank Jan Wnenczak in der Nähe der Halbinsel Stralau in Friedrichshain in der Spree. Zuvor war es zum Streit zwischen den beiden Polen Ryszard M. und Jan Wnenczak und einer Gruppe junger Deutscher gekommen.

23. Juli 1994Neonazimord mit Frauen*hass als Motiv

Am 23. Juli 1994 wurde Beate Fischer (damals 32 Jahre alt) aus Weißensee von vier Neonazis getötet und nackt, in eine Decke eingewickelt, vor die Mülltonnen eines Hauses in der Emmentaler Straße 97 in Berlin-Reinickendorf gelegt. Nicht nur in diesem Fall sind Misogynie und Hass gegen Sexarbeiter*innen fester Bestandteil innerhalb der Ungleichwertigkeitsideologie der extremen Rechten.

05. September 1992Günter Schwannecke stirbt an den Folgen einer rechten Gewalttat

Am 5. September 1992 verstarb Günter Schwannecke in einem Berliner Krankenhaus. Eine Woche zuvor war der wohnungslose Kunstmaler in Charlottenburg mit einem Baseballschläger niedergeschlagen worden, weil er Zivilcourage bewiesen hatte: Schwannecke und ein Freund mischten sich ein, als zwei Neonazis Studierende aus Sri Lanka bedrohten.

24. Oktober 1991Fünf Monate „Antirassistisches Zentrum“ – Die Besetzung der TU Berlin 1991/92

Das riesige Transparent an der gläsernen Außenfassade der Technischen Universität Berlin fiel schon von weitem auf: „Antirassistisches Zentrum“ und „Keine Zwangsverteilung von Flüchtlingen“ lauteten die Botschaften. Am 24. Oktober 1991 besetzten rund 50 Aktivist_innen aus der autonomen antirassistischen und antifaschistischen Szene den dritten Stock des Mathegebäudes der Technischen Universität (TU) und gründeten dort ein Antirassistisches Zentrum.

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