09. Oktober 1990Maskierte überfielen Sinti und Roma in Treptow

Am 9. Oktober 1990 überfallen mehrere maskierte Personen abends ein Wohnwagenlager von Sinti und Roma in Berlin-Treptow. Die Unbekannten hätten mehrere Scheiben mit Steinen zertrümmert und mit Knüppeln auf die Wohnwagen eingeschlagen. Personen seien nicht verletzt worden.

Keine Räume an Neonazis vermieten

03. Oktober 1990Buschkowsky (SPD) denkt voraus

Am 3. Oktober 1990 endete mit der Vereinigung auch das alliierte Besatzungsstatut für Berlin. Dies hatte bis dahin rechtlich und faktisch das Betätigungsverbot des Berliner Landesverbandes der NPD bedeutet. Dieser war im Jahr 1966 gegründet worden und hatte seitdem ein klägliches Leben gefristet.

06. März 1990Mahmud Azhar stirbt an den Folgen eines rassistischen Angriffs

Am Abend des 7. Januar 1990 verließ der wissenschaftliche Mitarbeiter der Freien Universität Berlin Mahmud Azhar seine Arbeitsstelle am Institut für Biochemie in Berlin-Lichterfelde. Vor dem Gebäude begegnete er dem 25-jährigen, alkoholisierten Thomas F., der ihn unmittelbar rassistisch beleidigte und mit dem Tode bedrohte.

12. Mai 1989Ufuk Şahin wird im Märkischen Viertel von einem Rassisten erstochen

Ufuk Şahin wurde nur 24 Jahre alt. Am 12. Mai 1989 wurde der Vater, Ehemann und Freund, Bruder und Sohn, ein Berliner Facharbeiter türkischer Herkunft im Wilhelmsruher Damm im Märkischen Viertel fast vor seiner eigenen Haustür von dem 29-jährigen Rassisten Andreas Sch. erstochen. Die Tat löste in der Stadt heftige Reaktionen und Diskussionen über die rassistische Stimmung aus, die von vielen für den Tod von Ufuk Şahin mitverantwortlich gemacht wurde.

17. Oktober 1987Überfall auf Zionskirche – Zäsur im Umgang mit Neonazis in der DDR

Rund 1000 Besucher_innen zieht es am Abend des 17. Oktober 1987 in die Ostberliner Zionskirche zum Punkkonzert mit den Bands „Element of Crime“ (Berlin-West) und „Die Firma“ (Ost-Berlin). Gegen 22.15 Uhr stürmen rund 30 Neonazis die Kirche und fangen an, auf Konzertbesucher_innen einzuprügeln. Der Überfall auf das Konzert in der Zionskirche stellte eine Zäsur im Umgang mit Neonazis in der DDR dar.

21. Januar 1971„Rechtsradikale Umtriebe in Berlin“

In den Jahren 1970 hatten mehrere Vorfälle der extrem rechten Szene die Öffentlichkeit und die Politik aufgeschreckt, am spektakulärsten eine durch Ekkehard Weil verübte Anschlagserie. Dies nahm die Fraktion der FDP zum Anlass, eine Große Anfrage zu stellen, die am 21. Januar 1971 im Abgeordnetenhaus beantwortet wurde.

Artikel aus der „zitty“ vom 08. August 1980 über den Umgang mit Nazi Weil

07. November 1970Schüsse auf Sowjetsoldat

Am 7. November 1970 schießt der Neonazi Ekkehard Weil (21) mit einem Kleinkaliber-Gewehr auf einen Wachsoldaten am sowjetischen Ehrenmal in Berlin-Tiergarten. Der 20-jährige Iwan Iwanowitsch Schtscherbak wird an der Hand und in die Brust getroffen und schwer verletzt.

18. Januar 1960Kundgebung Berliner StudentInnen gegen Neonazismus

Am 18. Januar 1960 versammelten sich rund 3000 StudentInnen und ProfessorInnen der Westberliner Hochschulen zu einer Kundgebung „gegen Antisemitismus und Nazismus“. Hintergrund der Kundgebung waren die neonazistischen Aktivitäten zweier Organisationen, in deren Reihen sich auch einige „nationale Studenten“ befanden.

12. Januar 1960Zwei Nazi-Organisationen in Berlin verboten

Am 12. Januar 1960 beschloß der Berliner Senat, die Organisationen „Nationaljugend Deutschlands“ (NJD) und „Bund Nationaler Studenten“ (BNS) zu verbieten und aufzulösen. Mitglieder beider Gruppierungen hatten sich an „neonazistischen Veranstaltungen sowie an antisemitischen Ausschreitungen beteiligt“. Sie umfassten zusammen 55 Mitglieder.

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