04. Januar 196014 neonazistische Jugendliche festgenommen

In der Nacht vom 4. auf den 5. Januar 1960 nahm die politische Polizei in Berlin vierzehn Jugendliche fest. Sie hatten an einer „Sonnwendfeier“ teilgenommen, die einen Tag zuvor – am Sonntag – vom „Bund nationaler Studenten“ (BNS) und der „Nationaljugend Deutschlands“ (NJD) im Glienicker Park in Berlin-Wannsee veranstaltet worden war. Es bestünde der Verdacht der neonazistischen Betätigung. Bereits am Abend der Feier hatte die Polizei neun Personen kurzzeitig festgesetzt.

02. Januar 1960Die „Hakenkreuz-Schmierwelle“ in Berlin – Ereignis, Presse und Protest

Zwei Jahre nach dem Ende des Nationalsozialismus und dem Massenmord an den europäischen Jüdinnen und Juden erschütterte 1947 eine antisemitische Welle die vier Besatzungszonen in Deutschland. Damals waren es fast ausschließlich die wenigen Überlebenden der Verfolgung und ihre Organisationen, denen der Kampf gegen dieses Phänomen überlassen blieb. Erst Jahrzehnte später sollten Widerstand, Aufklärung und Engagement gegen Antisemitismus und Neonazismus breitere Ausprägung erfahren. Ein wichtiges Ereignis auf dem Weg dahin waren die Proteste in West-Berlin und anderen Städten, die sich im Januar 1960 gegen die „Hakenkreuz-Schmierwelle“ richteten. 

20. September 1952„In angetrunkenem Zustand“

In angetrunkenem Zustand sangen zwei junge Männer in der Nähe der Wiener Brücke in Berlin-Kreuzberg das Horst-Wessel-Lied. Der 20jährige Gerhard M. und der gleichaltrige Wilfried H. wurden festgenommen. Dies meldete u.a. die Neue Zeitung vom 20. September 1952.

27. August 1952„Gäste alarmierten die Polizei“

Weil eine Tanzkapelle „nationalsozialistische Lieder“ spielte, alarmierten mehrere Gäste eines Lokals in der Potsdamer Straße in Berlin-Schöneberg die Polizei. Sie verbot das Spielen dieser Lieder. Dies meldete u.a. der Westberliner Tagesspiegel vom 27. August 1952.

28. Februar 1951„Die Fahne hoch“

Am 28. Februar 1951 trat zum ersten Mal die neu gegründete „Deutsche Sozialistische Partei“ (DSP) im Berliner Grunewald-Kasino vor die Öffentlichkeit.

03. Dezember 1950„Konservative Partei“ tritt zur Abgeordnetenhauswahl an

Zu den Wahlen zum (West-)Berliner Abgeordnetenhaus am 3. Dezember 1950 erhalten drei Rechtsaußen-Parteien von der Alliierten Kommandantur eine Lizenz: Die nur hier existierende Konservative Partei sowie die Berliner Landesverbände der Deutschen Partei (DP) und des Blocks der Heimatvertriebenen und Entrechteten (BHE).

28. Juli 1950Versammlung der SRP untersagt – trotzdem Krawalle

Am 28. Juli 1950 hatte die Sozialistische Reichspartei (SRP) zu einer Versammlung geladen, bei der Otto Ernst Remer sprechen sollte. Die Polizei, lt. Protestchronik der CDU-Bürgermeister, verbot jedoch die Veranstaltung, die in dem Lokal „Preußenhof“ am Fehrbelliner Platz in Berlin-Wilmersdorf stattfinden sollte.

Der Berlin-Blog vom
Kontakt

mail@apabiz.de   [PGP-Key]

Berlin rechtsaußen
c/o apabiz e.V.
Lausitzerstr. 10
10999 berlin

Piwik