Die Partei Die Heimat plant die Aufgabe ihrer Bundeszentrale in der Seelenbinderstraße 42 in Berlin-Köpenick. Wie die taz am 6. Mai 2026 berichtete, wurde die Immobilie kurzzeitig auf ImmoScout für 1,5 Millionen Euro zum Verkauf angeboten. Der Parteivorsitzende Peter Schreiber bestätigte die Pläne, Berlin zu verlassen.
Seit 2000 diente das Gebäude als Bundessitz der damaligen NPD und entwickelte sich zu einem bundesweit bedeutenden Treffpunkt der Neonaziszene mit Schulungen, Konzerten und weiteren Veranstaltungen. Zudem fungierte es als Ausgangspunkt für Neonaziaktivitäten im Kiez und darüber hinaus. Der mögliche Verkauf erfolgt vor dem Hintergrund des langjährigen politischen Niedergangs der Partei, finanzieller Probleme und des Entzugs der staatlichen Parteienfinanzierung. Er würde einen erheblichen Strukturverlust für die extreme Rechte in Berlin bedeuten. Es bleibt aber nicht ausgeschlossen, dass die Partei mit den Verkaufserlösen einen Neuanfang an einem anderen Standort – möglicherweise in Brandenburg – vorbereitet.
Dieser Text ist Teil des apabiz-Rundbriefs monitor Nr. 102.