Nach vier Jahren Bärgida – Rücktritt vom Rücktritt?

 
Archivbild. Foto: © Paul Hanewacker

Der selbsternannte Widerstand bröckelt. Seit Januar 2015 fand sich jeden Montag ein buntes Sammelsurium extremer Rechter unter dem Label „Bärgida – Berliner Patrioten gegen die Islamisierung des Abendlandes“ am Berliner Hauptbahnhof ein, um eine Kundgebung oder Demonstration mit wechselnden Routen abzuhalten. Anfang 2019 sollte dann unvermittelt Schluss sein. Die Daueranmeldung für eine wöchentliche Kundgebung für 2019 sei zurückgezogen worden, heißt es seitens der Versammlungsbehörde. Bis dahin hatten die zuletzt nur wenigen dutzend Teilnehmenden an ihrem Konzept festgehalten und sich auch nicht durch die offenkundige Belanglosigkeit des eigenen Tuns davon abbringen lassen.

Doch ganz können sie es offensichtlich nicht lassen. Am 4. Februar 2019 wurde der „210. Abendspaziergang“ durchgeführt – erstmals auf der anderen Seite des Bahnhofs. Ähnlich inkonsequent hatte sich zuletzt auch die extrem rechte Gruppe „Wir für Deutschland“ um Enrico Stubbe und Kay Hönicke gezeigt. Auch diese hatten im November 2018 aus Verbitterung über schwindende Beteiligung und antifaschistische Gegenproteste angekündigt, ihre „Merkel muss weg“-Demonstrationsreihe 2019 einzustellen. Nachgeschoben wurde jedoch schnell, dass der „2. Tag der Nation“ am 3. Oktober 2019 auf jeden Fall stattfinden werde.

 

Dieser Text erschien zuerst im Rundbrief des apabiz monitor Nr. 84.

 

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