NPD-Kundgebung in Berlin-Neukölln gegen „Fremdarbeiter“

Zu einer dürftig besuchten Kundgebung versammelten sich heute rund 20 AnhängerInnen der NPD. Damit startete die rassistische Partei eine Kampagne gegen die ab Mai geltende Freizügigkeit für ArbeitnehmerInnen aus den osteuropäischen EU-Ländern. 

 
NPD-Kundgebung in Neukölln am 18. April

In einem blauen VW-Bus, der als Lautsprecherwagen fungierte, fuhren pünktlich um 18 Uhr die ersten TeilnehmerInnen der NPD-Kundgebung in Buckow/Neukölln vor. Unter ihnen die NPD-Bezirksverordnete aus Lichtenberg Manuela Tönhardt und der Berliner Wahlkampfleiter der neonazistischen Partei Frank Rohleder.

Die wenigen Anwesenden Neonazis auf dem Bat-Yam-Platz in Gropiusstadt folgten einem Aufruf des Neuköllner Kreisverbandes der NPD unter dem Motto „1. Mai – Fremdarbeiter stoppen – Arbeit und gerechte Löhne zuerst für das eigene Volk!“. Unter dem ohrenbetäubenden Lärm von rund 300 GegendemonstrantInnen richtete zunächst der Abgeordnete in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV), Jan Sturm, das Wort an das Parteivolk.

Der Bundesvorsitzende der NPD Udo Voigt sprach danach über den „sozialen Brennpunkt Neukölln“ und freute sich über die vielen Leute, die gekommen seien. Er meinte damit die gerade 20 ZuhörerInnen und nicht die vielfach größere Zahl der Protestierenden. Nach nur einer dreiviertel Stunde packten die Neonazis wieder ihre Sachen zusammen und verließen unter Polizeischutz den Ort.

Auffällig war die Abwesenheit der parteifreien Kräfte um den „Nationalen Widerstand Berlin“, aus deren Umfeld derzeit eine „Ausländer Raus Kampagne“ geführt wird (Berlin rechtsaußen berichtete).

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