„Pro-Deutschland“ – Aktivisten protestierten in Neukölln

Unter dem Motto „Von deutschem Boden darf kein Dschihad ausgehen“ protestierten sieben Anhänger und Funktionäre der antimuslimischen „Bürgerbewegung Pro Deutschland“ in Berlin-Neukölln.

 
Pro-Deutschland Mahnwache in Berlin-Neukölln
Pro-Deutschland Mahnwache in Berlin-Neukölln

Sieben Personen, zwei Anti-Moschee-Schilder und eine Deutschlandfahne – so sah am frühen Samstagnachmittag die Mahnwache der „Bürgerbewegung Pro Deutschland“ in der Neuköllner Fontanestraße aus. Schon im Vorfeld rechnete „Pro Deutschland“ aufgrund der kurzen Mobilisierungszeit mit „nicht allzuviele(n) Demo-Teilnehmer(n)“. Unter den Anwesenden waren auch die bekannten Funktionäre Manfred Rouhs (Bundesvorsitzender) und Lars Seidensticker (Bundesgeschäftsführer). Nach einer Stunde wurde die Aktion, die unter dem Motto „Von deutschem Boden darf kein Dschihad ausgehen“ stand, beendet.

Grund für die Mahnwache war ein ursprünglich für heute geplantes Seminar mit drei radikal-islamischen Predigern in einer unweit der Kundgebung gelegenen Moschee. Nachdem die Sicherheitsbehörden den Vorstand der Moschee über den Hintergrund der Referenten aufklärten, zog dieser die Genehmigung für die Veranstaltung umgehend zurück.

Am 29. Oktober plant „Pro Deutschland“ im Saal der Bezirksverordneten im Neuköllner Rathaus die Gründung des ersten Kreisverbands in der Hauptstadt. Ursprünglich hatte der Bezirk die Nutzung des Saals untersagt, doch das Berliner Verwaltungsgericht gab einem Antrag der antimuslimischen Partei statt und verpflichtete die Verwaltung den Saal für die Gründungsveranstaltung zur Verfügung zu stellen.